Infos | häufige Fragen

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Sehr geehrte Kundin, Sehr geehrter Kunde. Hier auf dieser Seite finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen. Ich freue mich, dass Sie sich für einen Workshop oder eine Fototour interessieren und ich danke für Ihr Vertrauen.


Kamera

Empfehlenswert ist eine digitale Halbformat-, Vollformat-, oder Mittelformatkamera (DSLR oder Systemkamera). Falls Sie aus Überzeugung analog fotografieren, dann nehmen Sie bitte Ihre Analogkamera mit.
Eine Bridge-Kamera ist nicht ratsam, weil sich das Objektiv nicht abschrauben lässt und Sie daher beim kreativen Arbeiten eingeschränkt sind.
Eine Kompaktkamera ist nicht geeignet, weil hier ebenfalls das Objektiv nicht gewechselt werden kann und weil der Sensor sehr klein ist. Ein kleiner Sensor schränkt die Qualität deutlich ein (Rauschverhalten & Schärfe).
Nehmen Sie Reserve-Akkus mit.

Kabel- oder Funkfernauslöser

Die besten Resultate hinsichtlich der Bildschärfe erzielen Sie wenn Sie folgende Punkte beachten:
1. Verwendung eines stabilen Stativs
2. Verwendung eines Kabel- oder Funkfernauslöser oder bei Verwendung des Selbstauslösers
3. Verwendung der Spiegelvorauslösung (bei DSLR)

Objektive

Vollformat:
Für die Landschaftsfotografie empfehle ich einen Brennweitenumfang vom Weitwinkel bis zum leichten Tele. Das entspricht beim Vollformat-System ca. 16mm–200mm. Vorzugsweise verwenden wir Weitwinkelobjektive (16mm – 35mm).

APSC-Format:
Der Crop-Faktor für Nikon, Pentax und Sony liegt bei ca. 1,53x. Der Crop-Faktor für einen APS-C-Sensor von Canon liegt bei 1,61x.
Somit beträgt der empfohlene Brennweitenumfang beim APS-C-Format ca. 11mm – 125mm (= Vollformat 16mm – 200mm).

Zoomobjektive oder Festbrennweiten:
Je nachdem wie Sie Ihren persönlichen Schwerpunkt legen sind sowohl Zoomobjektive als auch Festbrennweiten ratsam. Verwenden Sie lichtstarke und hochwertige Objektive, denn erst so können Sie die Qualität der heutigen, hochwertigen Sensoren richtig ausreizen. Je kleiner die Blendenzahl, desto besser die Lichtstärke: Z. B. 24mm f/2,8 ist um eine Blende besser als 24mm f/4.
Tipp: Achten Sie beim Kauf auf eine möglichst ebene Frontlinse. Manche Weitwinkelobjektive haben eine deutlich gerundete Frontlinse, was dazu führt, dass Filter kaum eingesetzt werden können. In der Landschaftsfotografie verwenden wir aber häufig Filter. Solche Objektive mit einer gerundeten Frontlinse sind zwar technisch hervorragend, im Felde jedoch begrenzt einsetzbar.

Ein Beispiel für eine mögliche Objektivauswahl für das Vollformat:
16-35mm f/4
24-70 mm f/2,8 oder f/4
70-200 mm f/2,8 oder f/4

Bei Festbrennweiten würde das in etwa so aussehen:
18mm f/3,5
24mm f/2,8
35mm f/1,8 oder f/2,8
85mm f/1,4 oder f/2.0 (für mögliche Portraits auf Reisen)
und ein Teleobjektiv

Wahrscheinlich wird die Auswahl eine Kombination zwischen Zoomobjektiven und Festbrennweiten sein.

Bitte bedenken Sie, dass wir bei Fotoreisen in Chile und Argentinien immer wieder auf Tiere treffen (Guanakos, Nandus, etc.). Falls Sie neben Landschaften auch Tiere fotografieren wollen, macht zusätzlich ein Teleobjektiv von mindestens 300-400mm oder ein Telekonverter (1,4fach oder 1,7fach) Sinn.

Filter

Bei der Landschaftsfotografie finden insbesondere Grauverlaufsfilter Verwendung. Für das Vollformat hat sich das 100mm Filter-System etabliert. Dafür werden Grauverlaufsfilter mit einer Größe von 100x150mm und/oder quadratische Graufilter mit einer Größe von 100x100mm verwendet. Die Dicke der Filter beträgt 2mm. Filter aller Hersteller sind innerhalb des 100mm Systems untereinander kompatibel. Nicht kompatibel sind die verschiedenen Adapterringe der Hersteller sowie manche Grau- oder Polfilter.
In den letzten Jahren hat sich das professionelle Lee-System auf dem Markt durchgesetzt. Aufgrund der hohen Qualität des Lee-Systems gibt es von meiner Seite her eine klare Empfehlung. Grauverlaufsfilter gibt es auch von den Marken NiSi, Singh Ray oder Haida.

Was brauchen Sie bei einem Filter-System?

Grauverlaufsfilter
Ich empfehle ein Grauverlaufsfilter-Set (hard ND 0.3, ND 0.6, ND 0.9) mindestens einen Reverse-Filter (Z. B. ND 0.9) sowie einen Graufilter (Z. B. Bigstopper). In Wäldern findet auch ein Grauverlaufsfilter mit weichem Verlauf gute Anwendung.

Weitwinkel-Adapterring (beim Lee-System ist der Standard-Adapterring nicht ratsam)
Der Weitwinkel-Adapterring passt auch auf ein Tele, aber nicht umgekehrt! Diesen Adapterring benötigen Sie um den Filterhalter an Ihrem Objektiv (Frontlinse) zu befestigen. Kaufen Sie den Adapterring für die richtige Durchmesser-Größe Ihres Objektivs.

Filterhalter
Der Filterhalter ist ein zentrales Element im Lee-Haltersystem. Man kann ihn einfach an den Adapterring klappen. Am Filterhalter sind bereits Filtersteckplätze montiert.

Polarisationsfilter
Zur Nutzung eines Polarisationsfilters am Lee-System sollten Sie idealerweise einen Frontring mit einem Durchmesser von 105mm erwerben. Dieser wird ganz vorne beim Filterhalter angeschraubt. Um einer Vignettierung bei Verwendung von Weitwinkelobjektiven oder von Tilt/Shift-Objektiven bei Shift-Funktion vorzubeugen, empfehle ich dringend einen „Slim“ Polarisationsfilter (Z. B. von Heliopan, Durchmesser 105mm Slim!). Dieser ist deutlich dünner als herkömmliche Polarisationsfilter. Zudem empfehle ich nicht mehr als einen Einsteckschlitz am Filterhalter zu verwenden, was zusätzlich der Vignettierung vorbeugt.

Polarisationsfilter
Ich empfehle auch herkömmliche Polarisationsfilter, die direkt am Objektiv angeschraubt werden, denn nicht in allen Situationen braucht es das Lee-System.
Vorteil eines Polarisationsfilters:
• Spiegelungen von Wasseroberflächen verschwinden
• Das Blau des Himmels wird kräftiger, die Wolken werden weißer
• Das Bild erhält kräftigere Farben
Nachteil eines Polarisationsfilters:
• Die Verschlusszeit verlängert sich, weil die einfallende Lichtmenge reduziert wird.
• Vorsicht bei Weitwinkelobjektiven: Manchmal wird nur der halbe Himmel abgedunkelt.
Bei meinen meisten Bildern in meinem Portfolio verwendete ich einen Polarisationsfilter, häufig zusammen mit dem Lee-System.

UV-Filter
Sie können Ihre Objektive mit einem Skylight-Filter oder einem UV-Filter vor Kratzern schützen. Auch helfen solche bei windigem Wetter, wenn Sand mit dem Wind mitgetragen wird und auf das Objektiv prallt.
Einen UV-Filter verwende ich nur sehr selten, meist nur wenn es sehr windig und sandig ist.

Brauchen Sie ein Stativ?

Ja. Die große Mehrheit meiner Bilder in meinem Portfolio fotografierte ich mit einem Stativ. Klar, dass man tagsüber bei guten Lichtbedingungen oftmals kein Stativ braucht. Hier reicht meistens schon eine schnelle Verschlusszeit, eine große Blendenöffnung (= kleine Blendenzahl) und der Einsatz eines Bildstabilisators. Doch wirklich gute Bilder entstehen größtenteils frühmorgens oder spätabends. In beiden Fällen ist das Licht rar, die Verschlusszeit lang und daher ein Stativ notwendig! Des Weiteren können Sie sich durch den Gebrauch eines Stativs besser auf die Tiefenschärfe konzentrieren. Das Stativ ist für eine optimale Schärfe und für kreatives Arbeiten essentiell.
Stabilität eines Stativs:
Bitte vergessen Sie Billigstative, die bei einem kleinen Windhauch bereits zu vibrieren beginnen. Ein falsches Stativ ist oft der Grund für Frustration bei einem Workshop!
Tipp: kaufen Sie ein Stativ nach Ihrer Körpergröße! Sparen Sie nicht beim Kauf eines Stativs.
Ich verwende ein Gitzo-Stativ aus Carbon.

Stativkopf
Heutzutage findet ein Kugelkopf sehr häufig Anwendung. Beim Stativkopf gilt das gleiche wie beim Stativ: Sparen Sie bitte nicht bei der Anschaffung. Das Stativ und der Stativkopf sind das wichtigste Werkzeug beim Fotografieren!
Ich verwende einen Gitzo Kugelkopf Center Ball mit Quick Release für Schnellwechselplatten.

Ein Laptop für unterwegs?

Ja, ich verwende bei Fotoreisen einen Laptop, genauer gesagt ein MacBook pro mit einem 15“ Display. Früher hatte ich einmal ein kleineres Modell in Verwendung, ein MacBook Air. Solch ein Notebook kommt aufgrund des Gewichts bei einer anstrengenden Wanderung bestimmt nicht mit, da wir aber bei einer Fototour bzw. bei einem Workshop ein gebuchtes Hotelzimmer vor Ort zur Verfügung haben, kann das Notebook dort verstaut werden. Das Notebook dient zur Bildbearbeitung, für die Bildbesprechung und als Speichergerät.

Wie speichern Sie Ihre Bilder?

Speicherkarten für die Kamera: Bitte verwenden Sie mehrere Speicherkarten, um Ihre Fotografien besser zu „streuen“. Verwenden Sie schnelle Speicherkarten und achten Sie auf genügend Speicherplatz.
Externe Festplatten: Bei einer längeren Fototour nehme ich neben den Laptop immer auch eine robuste, externe Festplatte mit. Bei Anwendung einer externen Festplatte können Sie Ihre Bilder spiegeln, also doppelt sichern.
Upload Ihrer Bilder auf einen Server? Bei Workshops in Chile oder in Argentinien sind wir in der Regel in sehr abgelegenen Nationalparks unterwegs. Das heißt, dass die Internetverbindung – selbst in Hotels – entweder sehr langsam ist oder gar nicht funktioniert. Deshalb ist ein Upload meist nicht möglich.
Bildertanks: Mit einem Bildertank können Sie Ihre Bilder unterwegs sichern. Solche Geräte besitzen neben einer großen Festplatte für die Daten und einem Kartenleser meist ein kleines Display sowie einen Akku, der netzunabhängigen Betrieb erlaubt. Ein Bildertank ist bestimmt eine tolle Sache, ich persönlich besitze jedoch keinen.

Kameratasche oder Fotorucksack?

Für eine Spiegelreflex- oder Systemkameraausrüstung empfehle ich einen robusten Fotorucksack. Bei Gebrauch mehrerer Objektive und womöglich zwei Bodys benötigt es einen soliden Rucksack mit einem guten Tragesystem. Der Rucksack sollte aus wasserabweisendem Material hergestellt worden sein oder einen regenfesten Überzug beinhalten.

Im Flugzeug

Transportieren Sie Ihr Kamera-Equipment immer im Handgepäck. Das gleiche gilt für externe Festplatten, Bildertanks und ihr Notebook.

Einreise nach Chile

Für Deutsche, Österreicher und Schweizer ist für die Einreise lediglich ein Reisepass notwendig. Dieser sollte bei Ankunft mindestens 3 Monate gültig sein. Bei der Einreise erhält man die Touristenkarte „Tarjeta de Turismo“, die 90 Tage gültig ist. Dieses Dokument soll unbedingt aufbewahrt werden, da es bei der Ausreise vorgelegt werden muss! Das heißt, Sie brauchen dieses Dokument nicht nur bei der Heimreise sondern auch wenn wir bei einer Foto-Tour Chile verlassen und nach Argentinien fahren. In Argentinien erhalten Sie dann eine neue Touristenkarte.

Stromspannung

Wie auch in Mitteleuropa beträgt die Stromspannung in Chile 220 Volt/50 Hz. Von den europäischen Steckern passen nur die ohne Nullleiter, also die flachen. Für dreipolige Stecker benötigt man einen Adapter der vor Ort gekauft werden kann, allerdings nur in größeren Städten.

Getränke und Snacks

Bei einem Fotoworkshop bzw. bei einer Foto-Tour stärken Müsliriegel, Sandwich, Kekse, usw. Bitte bedenken Sie jedoch, dass sämtliche frische Lebensmittel (Käse, Wurst, Früchte, Gemüse, etc.) sowie geöffnete Nahrungsmittelverpackungen nicht über die Grenze transportiert werden dürfen. Das heißt es gibt bei der Fahrt von Chile nach Argentinien (genauso umgekehrt) eine genaue Grenzkontrolle und bei Mitnahme der erwähnten Esswaren werden diese abgenommen. Kaufen Sie daher nur so viel wie nötig ein.

Wanderbekleidung

Statten Sie sich mit einer Regenjacke und einer Regenhose aus (z. B. GoreTex, Sympatex oder Texapore). Ein Regenschutz dient gleichzeitig als Windschutz.
Kleiden Sie sich nach dem Zwiebelprinzip. In Patagonien kann es selbst im Sommer Temperaturen um den Gefrierpunkt geben.
Sie brauchen feste Wanderschuhe.
Nehmen Sie Handschuhe & Mütze mit.
Sonnenbrille

Bitte nehmen Sie eine gute Stirnlampe für Zustiege in der Nacht mit.

Reiseversicherung

Ich empfehle einen Abschluss einer persönlichen Reiseversicherung.

Kameraversicherung

Ich empfehle eine Kameraversicherung. Es kann passieren, dass Ihnen ein Objektiv, etc. auf den Boden fällt und bricht. Objektive sind meistens teuer. Eine gute Kameraversicherung kann sich daher lohnen.